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Rhythmus wird in dieser Arbeit (zugl.: FU Berlin, Diss., 2006) verstanden als das menschliche Maß, als künstlerisch-apollinische Form, um den dionysischen Ansturm chaotischer Reize in den Griff zu bekommen. Das Tragische dabei ist, dass sich der Mensch seiner Unzulänglichkeit bei der Harmonisierung des Unharmonischen bewusst wird. Und hier kommt die Kunst ins Spiel, als Kunst des schönen Scheins, eines trotzigen Als-Ob (die Welt zu bändigen, der Tod zu besiegen wäre). Günthers Arbeit fokussiert auf zwei Aspekten im Frühwerk Nietzsches: die „Rettung“ des Zeus/Apollo durch Entfesselung des Prometheus/Dionysos und Nietzsches Auseinandersetzung mit der Moderne. Der Kunst kommt hier eine besondere Rolle zu, da sie imstande ist, in einer sich beschleunigenden Zeit einen anthropologischen Rhythmus zu schaffen, d.h. ein Verweilen-Können-bei-sich und damit Bewahren des Menschlichen. Günther hat sich offenbar im Sinne Nietzsches durch Nachahmung eine sprachliche Rhythmik angeeignet, die es ihr erlaubt, mit den Bällen des Meisters zu jonglieren. Doch beim Lesen des Buches stellt sich gelegentlich das Empfinden desjenigen Kirchgängers ein, der vom Sound der Predigt zwar beeindruckt ist, dabei aber wenig verspürt, was ihn anzugehen scheint. Aber Gótt ist ja schlíeßlich auch tót... |
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Um nun jedoch dem Anschein einer gewissen Verschrobenheit vorzubeugen, der sich aus dem Blabla des bisher als Aktuellem Dargebotenen ergeben könnte, füge ich ein Bild bei, das Hand und Fuß hat und mich in Teilen beim abendlichen TV-Krimi-Anschauen mit einem unserer Kater, nämlich Aladin, zeigt. Der andere Kater, Adonis, unterhält sich derweil mit Eva, und zwar lautstark und ausdauernd, leider phonologisch sehr eingeschränkt (“miau-miau”), aber prosodisch ungeschlagen. |
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Und was mir dann im Juli noch aufgefallen ist: Die Telekom scheint auf ihrer Startseite in den heißen Sommermonaten verstärkt auf Dinge hinzuweisen, die irgendwie die erotische Phantasie erregen sollen, wenn schon alle so schlapp in den Sommertagsseilen hängen.So lädt sie z.B. ein, an einem Promi-Quiz teilzunehmen, in dem nicht etwa die Promis gesichtsweise, sondern powärts erkannt werden sollen. Das sieht dann so aus: |
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Na ja, Scarlett Johansson kenne ich natürlich, da ich Woody Allens Filme sehe. Aber ihren Po? Kenne ich den? Die anderen Promis in der ersten Quizfrage sind mir völlig unbekannt. Ich lebe also praktisch auf dem Mond, was Promis angeht. Oder doch nicht? Ich wollte es wissen1 und habe das Quiz einmal ausprobiert. Ergebnis: |
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Dieses Ergebnis lässt eigentlich nur einen Schluss zu: Ich kenne unsere Promis besser von hinten als von vorne. Ich lebe wohl nicht auf dem Mond, sondern bin in gewisser Weise pervers (verdreht, also perspektivisch falsch ausgerichtet). Mir scheint, ich besitze da aber eine außergewöhnliche Begabung, von der ich bislang nichts wusste. Ich sollte mich tatsächlich einmal als Wettkandidat bei “Wetten dass...” bewerben. Einziges Problem: Die Promis aufzutreiben, die da mitmachen. Oder? |
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1Die Frage ist natürlich berechtigt, was ich wissen wollte: Ob ich auf dem Mond lebe oder wie die Pos aussehen. |